:-)
Leider zu spät entdeckt, konnten wir nur noch das Oberteil dieses großen und ursprünglich vollständig eingelagerten Kruges aus reduziert gebrannter Irdenware entdecken und bergen, denn ein "Erdrutsch" hatte bereits das Unterteil abgetragen und unrettbar verlagert. Solche großformatigen Krüge des 13. Jhs. finden sich nicht häufig. Dieses Exemplar stammt aus der regionalen Töpfertradition. Der Henkel ist hervorragend ausgezogen und für die Zeit sehr sorgsam und gekonnt angesetzt und verstrichen worden. Die Drehrillen sind bewusst als gliederndes und zierendes Dekorelement eingesetzt worden!
Charakteristisch ist die Färbung und Zusammensetzung der Tonmasse im Bruch. :glotz:
Mit Flüssigkeit gefüllt waren diese großen Krüge wohl nur mit Schwierigkeiten anzuheben und zum Ausschank an zu kippen!
Die Krüge dieses Produktionszentrums des hohen Mittelalters im Rheinland wurden auf den lokalen Märkten in Kaiserswerth, Gerresheim, Ratingen, Düsseldorf und insbesondere auf dem großen Markt der Reichsstadt Duisburg verhandelt. Zumindest einzelne Gefäße gelangten bis nach Bonn Stift Villich, nach Köln, in die Feste Zons und bis nach London. Zudem sind Gefäße dieser Produktionsstätte insbesondere auch in Burgen und Motten entlang des Niederrheins ergraben worden.
lG :winke:
Mündungsdurchmesser: 10 cm
Hallo thovalo,
herzlichen Glückwunsch! Ein Prachtstück! :winke:
Gruß winfried
Hallo Thomas,
wirklich ein wunderschönes Stück Breitscheider Ware, in einer sehr guten Qualität.
Aber du schreibst "Erdrutsch", wo gibt es denn so etwas?
Moin Thomas,
:super:. Gestern habe ich auf einem gepflügtem Wildacker 12 - 13 Jhd. aufgelesen. War für Lesefundverhältnisse schon recht groß! An das tolle Stück kommt es nicht annährend ran.
Ich sende Dir die Bilder mal per e-mail. :winke:
Zitat von: druide45 in 05. April 2011, 08:02:40
...
Ich sende Dir die Bilder mal per e-mail.
Hallo druide45,
warum nicht hier im Forum? :glotz:
cu
lapillus