Heute ging mir wieder so ein Scherblein in die Fänge... und machte mir eine Teildatierung der Lesefunde von diesem Acker zumindest ausschnitthaft deutlicher. Diese kleinen Scherbchen sind ein wahrer Glücksfall - in unseren Breiten,und weit darüber hinaus- da sie weit verbreitet sind und ein eindeutiger Urnenfelderkulturanzeiger sind. Man nennt diese Ornamentik "Attinger Verzierung" nach dem eponymen Fundort. Gekennzeichnet ist sie jeweils durch mehrere horizontale Rillen, die von Schrägstrichornamentik eingefasst sind. Meist sind diese Fragmente schon sehr kleingeschreddert , da sie sehr dünn gefertigt wurden,aber man kann die Verzierung selbst da noch leicht ausmachen und hat einen Anhaltspunkt zur Orientierung. ...
dies nur am Rande für die Leute die nichts Relevantes liegenlassen wollen.
Servus
Edi
...Allerdings fanden sich noch diese beiden Gesellen gleich daneben. 2 Randscherben grob gemagert... mit Drehriefen...
Gleich daneben steht ein Kloster und ein altes Hammerschlößchen...... kann jemand was zu solchen Scherblein sagen?
Danke
Edi
..und die Zweite...
Mittelalter könnte gut hinkommen. Sehen mir aus, wie Randscherben von Kugeltöpfen. ( Beispiel: http://www.viatores-temporis.de/sachkultur/koeln/p3.html )
Der Kugeltopf war DAS Universalkochgeschirr des Mittelalters. Drei Steine in die Glut, Topf drauf - fertig!
Ciao
das Wühlmäusle