Sooo beim letzten Goldwaschen hab ich zwei wirklich schwere und sehr magnetische steine gefunden jeder ca 1kg
und würde gerne wissen ob es Magnetit ist oder was anderes ?
was mich noch sehr interessiert ist was es ausser Magnetit noch magnetisches im Schleusensand gibt ?
Danke schön im vorraus und schöne ruhige Weihnachten
Könnte sein. Die Färbung deutet darauf hin.
Magnetisch sind nur drei Metalle. Eisen, Nickel und Cadmium. Im bach findet sich Eisen meist als Magnetit oder Hämatit. Manchmal kommt es auch als bläulich schwarzes Sulfid vor, dann ist es aber nicht magnetisch. Hier im Bergischen findet man Eisen auch gediegen, silbern glänzend, weil es früher eine Eisenindustrie mit zig Hammerwerken an den Bächen gab und die dort massenhaft Eisen in die Flüsse gebracht haben. Auch Eisenhammerschlag (Eisenoxyd) kommt vor, das magnetisch ist.
Und nun noch ein kleiner Versuch, weil Weihnachten ist:
Man nehme 50% Eisenpfeilspäne und 50% Schwefel, mische dieses gut und fülle es in ein Reagenzglas. Dieses wird am unteren Ende über dem Brenner erhitzt, bis der Schwefel schmilzt und dann noch etwas weiter. Es entsteht ein wunderschönes, rotes Glühen, daß sich im Reagenzglas nach oben durchfrißt. Das graue, das dann übrig bleibt ist Eisensulfid. Wenn man da dann noch nach Abkühlung Salzsäure draufkippt, hat man eine wunderbare Stinkbombe aus Schwefelwasserstoff (giftig) und Eisenchlorid bleibt übrig.
Fröhliche Weihnachten......
Servas Drops !
Während sich Eisenschrott und das Mineral Magnetit- als feromagnetiische Bestandteile- leicht mit einem gewöhnlichen Magneten aus dem Waschkonzentrat abtrennen lassen, gibt es eine ganze Anzahl von para-oder halbmagnetischen Mineralien, für deren Abtrennung sehr starke Haftmagnete (z.B. Neodym-Magnete) erforderlich sind. Hiermit gelingt z.B. die Isolierung von Almandin, Hämatit, Ilmenit, Monazit, Turmalin, Epidot, Biotit oder eisenreichem Olivin. Der Strich auf der Porzellanplatte ( Tellerunterseite) ist bei Magnetit schwarz, während beim ähnlichen Ilmenit er braun ist. Als weitere Hilfsmittel zur Identifizierung der Schwerminerale sind eine UV-Lampe und ein Geiger-Müller-Zähler empfehlenswert. Bereits einzelne Kristalle von Zirkon und Scheelit im Konzentrat sind leicht an ihrem Fluoreszenzverhalten zu erkennen. Die geringen Thorium-bzw. Urangehalte im Zirkon und im Monazit ermöglichen es, diese Minerale im Waschkonzentrat schon in kleinen Mengen an ihrem Strahlungsverhalten zu erkennen.
Frohe Weihnachten und ein erfolreiches Jahr an die gesamte Suchergemeinde
wünscht Euch
woodl
Ich würde auch meinen das es Magnetit ist, ich habe sehr oft die "Teile" in Südamerika gefunden,besonders schön Exemplare fanden wir einmal,auf einer Hochebene,bei einer suche nach Meteoriten.
Techo müsste noch auch noch daran erinnern.
Digger
Ja Super Danke :super: woodl und JoergH
nen Geiger-Zähler und ne UV-Lampe wollt ich mir auch schon mal zulegen,jetzt erst recht. :zwinker:
Mit der UV-Lampe kann man in Mittersill leicht seine ersten Erfahrungen machen
und mit dem Geiger Zähler Richtung Beyern auf Uran-suche gehen was nicht unbedingt empfehlenswert ist
Auch bei und in der gegend hatt man früher Uran abgebaut ,
mir ist erzählt worden das es in der nähe der Stollen immer wieder Krankheitsfälle gegeben hatt
ob das nun wirklich damit zusammenhängt weiß ich nicht
Gruß Drops :prost:
Hallo Drops,
vom Magnetit Fe3o4 darf man eigentlich erst sprechen, wenn dieser selbst aktiv magnetisch ist, also nicht nur passiv magnetisch ist. Was heisst das nun in der Praxis: Es gibt recht viele "Fe-Minerale", speziell in Schwerekonzentraten, die zwar selbst "passiv" magnetisch sind, also von Magneten selber angezogen werden können.
Um aber den Magnetiten als selbigen leicht zu identifizieren, sollte man davon ein grösseres kompaktes Stück (ab 3 cm Durchmesser) von diesem Mineral haben:
Man stelle einen simplen Kompass auf einen (metallfreien) Tisch und führe das zu testende Mineral nah über den Kompass. Wenn sich die Kompassnadel bewegt, das heisst von seiner Sollrichtung Nord ablenken lässt, dann handelt es sich ziemlich wahrscheinlich um Magnetit.
Ich habe vom Magnetit einige Exemplare, die eine Kompassnadel noch in 30 cm Entfernung "verrückt spielen" lassen können
http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetit
Gruß
Tecnomaster
Hi tecnomaster
Gute Ideeee
Hab es gerade mit meinem Kompass versucht und sie lenkten ihn alle um
der runde schaffte das bei 24cm abstand immer noch
Grüße Drops
Hallp Drops
Schneide schwere Steine manchmal entzwei.
gruss Remo