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Goldsuche => Goldgräber => Thema gestartet von: billy_bumbler in 04. Mai 2009, 09:28:36

Titel: Goldflitter?
Beitrag von: billy_bumbler in 04. Mai 2009, 09:28:36
Hallo Leute!

War am Wochenende mit der Pfanne am Bach. Habe da recht viel schwarzen Sand gefunden und auch ein paar Blütenstaubkorngrosse Goldkörnchen. Ich gehe mal davon aus, dass es Gold ist, da nur mehr der schwarze Sand und eben diese Körnchen in der Pfanne waren. Kann man bei sooo kleinen Körnchen irgendwie überprüfen ob es sich tatsächlich um Gold handelt? Habe sie unter dem Mikroskop angesehen. Bin dadurch aber nicht schlauer geworden.  :kopfkratz:

Und dann war auch noch ein grösserer Flitter in der Pfanne. Rechteckig, etwa 2 x 3 mm gross und hauchdünn. Habe dann mit dem Fingernagel kurz draufgedrückt, so wie es hier im Forum immer wieder beschrieben wird um zu sehen ob er zerspringt. Dabei habe ich den Flitter sauber durchgetrennt. Verhält sich Gold so? Oder lässt sich ein echter Goldflitter so nicht durchtrennen?

LG

Billy
Titel: Re: Goldflitter?
Beitrag von: Spessartin in 04. Mai 2009, 11:40:36
Das grßsere Teil hört sich sehr nach Glimmer an.
Zum Gold testen - da hilft wohl, wenn Du die Teile noch händeln kannst eine Strichprobe. Gold hat auch einen goldenen Strich während Pyrit und Chalcopyrit einen grünlichschwarzen bis schwarzen Strich haben. Am besten auch einer weißen unglasierten Porzellanscherbe (z.B. alte Sicherungen).

Gold gibt bei Druck nach und lässt sich, bedingt, verformen. Die meisten anderen goldgelben Minerale sind spröde und zerbröseln.

LG Spessartin
Titel: Re: Goldflitter?
Beitrag von: billy_bumbler in 04. Mai 2009, 11:48:41
Hallo Spessartin!

Die Teilchen sind leider zu klein für eine Strichprobe.

Wenn ich in den grösseren Flitter mit einer Nadel hineinsteche, müsste er dann zerfallen wenn es Pyrit oder Glimmer wäre?

LG

Billy
Titel: Re: Goldflitter?
Beitrag von: goldpecker in 04. Mai 2009, 21:20:07
Der große Flitter ist irgendein Glimmer sonst hättest du ihn verbogen wie ein Stück Blech. Der Blütenstaub sollte sich beim Schwenken der Pfanne mit Wasser träger verhalten als alles andere Feinkonzentrat in der Pfanne...goldpecker
Titel: Re: Goldflitter?
Beitrag von: Spessartin in 05. Mai 2009, 07:28:23
In Pyrit kannst Du nicht reinstechen, der zerspringt bei zuviel Druck. In Glimmer wirst Du reinstechen können, er wird dabei aber auch zerbröseln bzw. einzelne Stückchen werden sich ablösen. Das macht Gold nicht, da hinterlässt die Nadel eine Delle ohne Brösel.
Titel: Re: Goldflitter?
Beitrag von: Spessartin in 05. Mai 2009, 07:42:47
Schau mal die Delle an dem Ei oben an. Die ist zwar natürlich entstanden, würde aber, mit einer Nadel gemacht, ähnlich aussehen. Nur wäre bei einer frischen Nadelprobe der Einstich glänzender.
Vielleich hilfts ja weiter.
Titel: Re: Goldflitter?
Beitrag von: geoexploration in 05. Mai 2009, 16:50:20
Ist das Testobjekt (Goldflitter) gross genug, für die Tastspitzen eines Multimeters, dann maches damit: http://www.goldsucher.de/einfuehrung/magnetometer/index.html

Gruss

Geo :winke:
Titel: Re: Goldflitter?
Beitrag von: billy_bumbler in 06. Mai 2009, 07:48:19
Hallo Geo!

Das mit dem Multimeter klingt gut! Werde ich gleich am Abend probieren.

Mit der Nadel habe ich den Flitter angepiekst. Wahrscheinlich ein bisschen zu fest da die Nadel ihn sauber durchbohrt hat.

LG

Billy
Titel: Re: Goldflitter?
Beitrag von: atlin in 06. Mai 2009, 07:58:36
hallo billy

es geht auch einfacher. schau dir die teilchen in der vergrösserung an. sind die formen der körnchen (kanten) abgerundet wie im bild das goldkörnchen von spessartin, die oberfläche unregelmässig (z.t. wie gehämmert) und der gelbe glanz eher stumpf und metallisch ist es mit grösster wahrscheinlichkeit gold. pyrit oder ein ähnliches mineral hätte kantigere strukturen, die oberfläche in der regel glatt mit muscheligen oder kantigen brüchen und der glanz viel strahlender. noch besser wäre du hättest jeweils eine vergleichsprobe von gold und pyrit. da siehst du den unterschied sofort. wenn man mal die unterscheidung optisch raus und intus hat, fällt es einem nachher leicht gold von ähnlich aussehenden mineralien zu unterscheiden. das ist dann so wie fahrradfahren. das verlernt man ja auch nicht mehr, wenn man mal geradelt ist.

gruss
atlin