Dieses Ufo erinnert mich an ein Gewicht. Es wiegt ca. 25 g :platt: Oder doch ein Spielstein ?? Material Bronze. Was meint Ihr? Kennt jemand solche Gewichte oder Spielsteine oder ist es was ganz anderes :irre:
Schöne Grüße und einen schönen 1 Advent vom Insurgenten
Hat keiner eine Idee :heul:
nö :winke:
Doch, wir beide werden demnächst mal einen Crashkurs zum Thema digitale Fotografie und anschließende Veröffentlichung im Netz machen. :zwinker: :zwinker: :zwinker:
Irgendwo habe ich die Form schon mal gesehen, aber mir fällt es beim besten Willen nicht mehr ein. :teufel:
Gruß
Loenne
Hallo Insurgent,
meine Lieblingsfrage lautet logischerweise: was wiegt denn das? Wie genau sind die 25 gr? Küchenwaage?
Könnte nämlich Teil eines Bechergewichtes sein.
Die hatten lange zurück derart geschwungene Formen, aber 25 gr. sagen mir nicht zuviel?
Ungefähr welche Region?
slowfood
Hi,
so ein Teil habe ich hier auch noch rumliegen, zum Gewicht kann ich in Ermangelung einer Küchenwaage nichts sagen, Durchmesser oben 12mm und unten 30mm, Höhe 20mm.
Die Perspektive der Bilder täuscht etwas, kommt vom scannen.
Gruß
Sax
Sollten beide Teile von Bechergewichten sein, wären die deutlich älter, also vor deutlich 1600.
Könnte das aus dem Fundzusammenhang heraus sein?
Zitat von: slowfood in 10. Januar 2007, 21:29:33
Sollten beide Teile von Bechergewichten sein, wären die deutlich älter, also vor deutlich 1600.
Könnte das aus dem Fundzusammenhang heraus sein?
Hi slowfood,
in meinem Falle würde es mit "vor 1600" passen.
Somit hat wieder ein Stück seinen UFO Status verloren.
Danke!
Gruß
Sax
Dann werde ich es heute noch zu den "Gewichten" verschieben. :zwinker:
Gruß Daniel
Hallo Insurgenten, Hallo Sax!
Ich kann Euch nur bestätigen, dass es sich um je einen Einsatz eines Topfgewichts handelt.
Dieser bogenförmige Typus ist aus der Zeit 13/14. Jahrhundert bekannt.
Das größte Stück trägt normalerweise zwei "Ohren" , z.T. in Löwenkopfform, welche ein durchstossenes Maul besitzen.
Dieser Gewichtstyp trägt keinen Deckel. Die Gewichtsstücke werden über einen Dorn zusammengehalten. In Euren Gewichten folgt noch ein bis zwei kleiner Stücke mit bogenförmiger Aussehen. Nur das kleinste Stück besitzt in der Mitte nur noch eine runde Vertiefung, in welche ein pilzförmiges Gewicht gesteckt wird. Dieses ist wie die Löwenköpfe durchbohrt. Durch alle drei wird nun eine Nadel gesteckt, welche ebenfalls ein Gewicht ist und so den ganzen Satz zusammenhält.
Ich kenne Stücke bis zu einem Einsatz von 1 Pfund.
Könntet ihr beide nochmal das genaue Gewicht mir mitteilen und wenn es geht den Fundort (oder die Fundregion) Ich kenne solche Stücke aus verschiedenen Staaten. Viele Funde wurden in den Niederlanden gemacht. Aus Deutschland kenne ich rund 10 Stücke.
Viele Grüsse vom Gewichtler
Hallo Gewichtler,
vielen Dank für die interessanten Informationen :super:
Hättest du vielleicht ein Bild von solch einem kompletten Gewichtssatz?
In Ermangelung einer vernünftigen Waage kann ich dir im Moment das Gewicht nicht sagen, werde ich nachreichen.
Der Fundort ist Niedersachsen, Landkreis Peine
Gruß
Sax
Hallo Sax!
Danke für die schnelle Antwort!
Es gibt nur einen bekannten komplett gefundenen Satz aus den Niederlanden. Ich werde mal nach dem Foto suchen und es einstellen.
Gruss
Gewichtler
Hi Gewichtler,
Not macht erfinderisch und heute wurde das Gewicht auf einer ollen Waage im Supermarkt gewogen, nun ja die Waage sagt mir es wiegt 50 Gramm, wobei solch eine Waage im unteren Bereich sicher nicht so genau ist.
Gruß
Sax
Hallo Sax!
So schnell bin ich nicht mit dem Bild!
Aber erst mal ganz herzlichen Dank :winke:!
Wenn Du einmal noch eine genauere Waage zur Hand hast, würde ich mich über eine exakte Gewichtsangabe sehr freuen. Apotheken haben da immer sehr genau Waagen.
Wenn Du mal noch den FO näher eingrenzen könntes währe das für mich sehr hilfreich, da ich aus dieser Region noch keinen kenne.
Viele Grüsse
Gewichtler
Hi Gewichtler,
der FO ist ca. 6 Km von der Stadt Peine entfernt.
Gruß
Sax
Hallo Gewichtler :winke: das vom mir wiegt 25g auf einer digitalen Waage mit Gramm Einteilung. Gefunden in der Nähe von Lübeck, an einem alten Handelsweg. Der Boden kann aber auch aus Lübeck verlagert worden sein.
Schöne Grüße vom Insurgenten
An einem Bild eines kompletten Bechergewicht dieses Typs wäre ich auch interessiert.
Ich habe bisher wenige Beispiele gesehen, einige bei einem italienischen Freund.
Houben "2000 years of nested cup-weights" beschreibt einige ältere Typen, anscheinend auch eines dieses Typs, aber aus Frankreich, anderes Gewichtssystem, heute im Musée des Beaux Arts in Troyes.
Die 25 und 50 gr ????
slowfood
Hallo Sax, Insurgent !
Vielen Dank Für die Infos der FO! :winke:
Hallo Slowfood!
Der Typus des Musée des Beaux Arts in Troyes ist ein etwas späterer mit zwei Ösen in Form von Köpfen, welche aber senkrecht durchbohrt sind. Kleinere Stücke haben nur zwei Ohren mit Loch. Ich vermute, dass diese Stücke über eine Schnur oder Lederband fixiert wurden ???. Die Einsätze hierbei sind rund, tragen aber genau wie die bogenförmigen Stücke Kreisaugenverzierungen auf dem oberen Rand.
Ich hoffe, dass ich in der nächsten Zeit zum Einstellen de Fotos komme.
Gruss vom
Gerwichtler
Hallo
hier das Bild!
Gruß
Der Gewichtler :winke:
Hallo Gewichtler,
hilfreiche Fotos. Ich habe mal so ein Teil gesehen in Mailand bei einem Freund, der ein bekannter Sammler von Münzwaagen dort ist, wo der Dorn von einem Band gehalten wurde.
Das Teil hatte auch eine deutlich abweichende Gewichtseinteilung, also nicht binär, wie die meisten die ich kenne vor der Metrifizierung, sondern das größte Gewicht wog deutlich mehr als doppelt so viel wie das zweite, und dann wurde es erst binär, muß die Unterlagen mal wiederfinden.
Gruß
slowfood
Hi Gewichtler,
klasse Bilder, danke :super:
Kannst du etwas zu der Herstellung dieser Gewichte erzählen? Wenn ich mir diese Passgenauigkeit so anschaue und dann noch bedenke dass das Gewicht stimmen mußte, dann bin ich wirklich verblüfft.
Gruß
Sax
Hallo Slowfood!
Kenne bei diesen Stücken nur die binäre Teilung!
Ein Foto und die genaue Gewichtsangabe würde mich interessieren, da ich kein Stück dieser Bauart aus Italien kenne.
Bei den italiänischen späteren Einsatzgewichten taucht durch die 12 Unzen-Teilung häufig ein Wechsel der Teilung auf zB. 6 - 3 - 2 und dann binär.
Hallo Sax!
Ja, die Stücke sind super gearbeitet, besonders der etwas höhere Typus.
Nach meinem Wissensstand wurden sie gegossen und anschließend sehr sauber befeilt, bis sie vom Gewicht stimmten.Man erkennt häufig sehr gut die Feilspuren.
Danach wurden sie mit Kreisaugen punziert. Es ist schon toll was Handwerker in dieser Zeit mit doch recht einfachen Hilfsmittel produzieren haben!
Viele Grüsse
der Gewichtler
Haus: ca. 86 gr. (war genauer nicht zu wiegen)
54,56
14,12
7,09
3,38
Bauart ist aber doch anders, d.h. das Gewicht hat einen Deckel, und der wird durch einen "Dorn" verschlossen, der mit einer Schur am Deckel befestigt ist.
Eich/Meistermarken haben wir damals nicht identifizieren können, obwohl gut fotographierbar.
Identifizierung war aber ex Nürnberg für Italien 15. oder Anfang 16. Jh. und 3, 2, 1/2, 1/4 und 1/8 oncie.
Für Fotos würde ich eher eine e-mail Adresse brauchen.