Hallo,
wie von Rübezahl gewünscht ein Bild. Die Münzen sind aus den 18 und 19 Jrh.
Teilweise ist zunächst ein grüner Belag auf der Münze unter dem sich dann der rostartige Belag befindet.
Viele Grüße
Undertaker
Hi undertaker,
Da ist leider nicht mehr viel zu retten. Der grüne Belag sind Kupfersalze (zB. Malachit). Der rostfarbene Belag darunter ist Kupferoxid. Davon gibt es mehrere Wertigkeiten. Welche Variante das ist, kann ich dir leider auch nicht sagen. Spielt aber auch keine Rolle.
Man kann bei solchen Stücken versuchen mit der Messingbürste oder mit Stahlwolle das Münzbild lesbar zu machen. Das dient dann aber nur zu Bestimmen. Die Münze hat schon wenn sie aus dem Boden kommt keinerlei Sammlerwert mehr, egal was man damit anstellt.
Leider sehen viele Kupfermünzen die aus schweren Lehmböden kommen so aus. :heul:
Hier noch mal ein Beispiel, wie eine Münze nach der Behandlung mit der Messingbüste aussieht. Leider habe ich kein Bild von davor. :-(
Das klappt aber nur, wenn eine geschlossene und stabile Patina auf der Fundmünze vorhanden ist, und das ist leider selten genug der Fall. :heul:
Eine geschlossene, feste Patina ist bei Reinkupfer sehr selten, weil die Komponente Zinn fehlt. Diese trägt bei Bronzemünzen (Kupfer-Zinn Legierung) viel zur Stabilisierung der Patina bei.
Hi C4,
das ist ein interessanter Aspekt.
Hat jemand schon mal was über die Kupferlegierungen von Neuzeitmünzen gelesen ?
Gibt es da etwa regionale Unterschiede?
Das könnte nämlich erklären, warum bei manchen Münzen (zB. Braunschweig und Hannover) öfter eine recht ordentliche Patina vorhanden ist als zB. bei Münzen aus Preußen, die fast immer sehr schlecht erhalten sind.
Auch ältere Kupfermünzen zeigen oft eine bessere Erhaltung als besonders Prägungen nach 1850. Auch das könnte auch unterschiedliche Legierungen hindeuten.