Moin!
Bei uns, in der Region Niederrhein und Übergang zum Ruhrgebiet, findet sich oft industrielle Schlacke aus der Stahlporoduktion auf dem Feldern eingebracht.
Ich habe mir mal so eine Stück mitgenommen und als Schlagmaterial genutzt. Zwar ist die "Spalt- und Schlagtechnik" hier gleichartig wie die an Feuerstein und anderen Silices, doch enthält die Schlacke eine hohe Anzahl kleiner Blasen die das Material recht spröde machen.
Dennoch gelang ein Abbau in mesolithischer Art, mit dem Ergbnis eines typischen kielförmigen kleinen Restkerns und der im Verlauf des Abbaus notwendig gewordenen Abtrennung eines Kerntabletts.
In der unteren Reihe links im Winkel das Kerntablett, dann der Restkern und die Kernkante.
In der mittleren Reihe die Abschläge die sich zur Herstellung von Kratzern eigenen
In der oberen Reihe die Abtrennungen zur Herstellung von Mikrolithen
Oben ganz rechts, eine abgetrennte Klinge, die bereits als spätaltsteinzeitliche Spitze vom Typ der Federmesser zugerichtet worden ist.
Dafür in Übung zu bleiben ist das Material "preiswert" zu besorgen und gut geeignet.
lG Thomas :winke:
Guten Abend,
ich habe auch schon Brocken von diesem Material gefunden. Aber warum wurde es auf die Felder gekippt ? Doch wohl kaum als Dünger ?
Die Eignung für steinzeitliche Schlagexperimente kann ich bestätigen.
Viele Grüße
Michael
Moin!
Mit diesen Schlacken hatte man Feldwege und teils auch Strassen unterfüttert. So kam das Material weg und das kostete nichts. Sozusagen Wegebau statt Deponie. Dabei gerieten und geraten immer wieder Brocken in die Felder. Mir wr aufgefallen dass die erkennbaren Merkmale an solchen Schlacken den Schlamerkmalen an Artefakten gleichen können. Deshalb hatte ich mir die Beaarbeitung vorgenommen.
lG Thomas :winke:
Hallo Thomas,
das ist ein interessanter Beitrag zur Moderne der 'Stein- und Schlackenzeit'.
Die Spitze ist Dir wirklich meisterhaft gelungen.
LG
Jan