Hallo,
Beim Lesen eines Artikels von Jürgen Weiner über Dolchgriffe wurde ich unruhig.
(Der Artikel trägt den Titel: "Zwei endneolithische geschulterte Dolchklingen aus dem Rheinland")
eine geschulterte Dolchklinge, frisch aus dänischem Flint geschlagen, fand schon vor einiger Zeit den Weg zu mir.
Bei der Materialauswahl für den Griff fand ich eine sehr kleine schädelechte Geweihstange vom Rothirsch.
Es war wohl die erste Stange, die der Hirsch in seinem kurzen Leben hervorgebracht hat.
Vom Rosenkranz an war das Profil flach, fast rechteckig und somit für die Aufnahme eines Dolchblattes geeignet.
Die Arbeit ist mir nicht leicht gefallen - das Geweihteil war sauhart.
Stangen vom Damhisch haben mehr weiche Spongiosa.
Zwei Bilder zeigen die Bestandteile sowie das vorläufige Ergebnis.
Klemmschäftung / Lappengriff nach Weiner.
Meine Replikation läßt sich stramm stecken. Vielleicht fallen mir noch Veränderungen ein.
(Auch die helle runde Fäche am Griffende könnte noch eine Deko aufnehmen.)
LG
Jan
Eine "Federschäftung" ..... in Geweih wurde noch keine dokumentiert aber ich finde die Idee sehr gut und prima umgesetzt! :super:
Hallo Jan,
das hast du sehr fein gemacht. So wie du schriebst, war es wohl nicht so einfach die beiden Stücke zu vereinen. Da bekommt man wieder einmal Respekt vor den Leistungen unserer Ahnen. :-)
Liebe Grüße Daniel