Servus Leute,
hier ein netter Beschlag von gestern. Dieser Typ ist bei uns in den letzten 2 Jahren schon 3 mal von verschiedenen Suchern gefunden worden. Deshalb vermute ich einen Produktionsort, welcher sich nicht so weit entfernt von Aschaffenburg befindet. Evtl. Nürnberg? Könnte man das so 1500-16000 ansetzen? Wie war der denn auf dem Leder aufgebracht und war da noch ein Riemen dran?
Liebe Grüße Daniel
1500 bis 1600 passt schon.
Beschläge mit diesem Muster wurden hier schon öfter gezeigt.
Ich habe 2 davon, dann DonCordoba glaube ich und andere User haben auch ganz ähnliche Stücke gefunden.
Dein Fundstück hat die Rosette doppelt. Das sehe ich zum ersten Mal.
Ich verschiebe mal zu den Beschlägen. Da ist der Beitrag besser aufgehoben.
Gruß :winke:
Halbwegs vergleichbare Teile sind auch in Derflas Gliedergürtelsammlung zu sehen
http://www.sucherforum.de/index.php/topic,65454.0.html
und hier
http://www.sucherforum.de/index.php/topic,74731.0.html
mal auch in die ganzen Links sehen
Morsche Strato,
danke für die Bestätigung und fürs Verschieben. Ich habe die Teile hier auch schon mal gesehen, habe aber nach 5 Seiten Beschläge aufgehört zu suchen.
Auf Bild 72 ist bei Alfred ist ein gutes Beispiel :glotz: und das von Wolfhard passt perfekt. Wieder eins aus der Nachbarschaft.
Danke und liebe Grüße Daniel
Exakt der gleiche Beschlag ist in den Fundberichten aus BW im Band 35 auf der Seite 909 zu sehen.
Dort heist es im begleitenden Text
"Lahr/Schwarzwald: (Ortenaukreis). 1. Im Jahre 1975 wurde von Thomas Schuler bei Kanalisations- und Erschließungsarbeiten des Baugebietes ,Schlehenweg' folgender Bronzegegenstand
aufgefunden. Es handelt sich um den Teil einer Gürtelschließe (Abb. 61,2) aus gegossener Bronze. Der Beschlag hat einen Hakenverschluss und besteht aus zwei kleinen, nebeneinanderliegenden
Rundmedaillons. Dazwischen liegt ein Längswulst, der ein Scharnier nur imitiert, denn beide Scheiben hängen im Guss fest zusammen. Die Verzierung besteht aus einem zweiteiligen Kranz, der von
einem runden Mittelpunkt ausgeht. Auf der Rückseite der ersten Rosette ist ein Haken angebracht, der in eine Öse des fehlenden Gegenbeschlags eingriff, also den Verschluss bildete. Am zweiten
Medaillon befindet sich ebenfalls ein bandförmiger Haken, der als Halterung für das hier eingesetzte Gürtelende diente. Reste von Nieten sind noch vorhanden. Solche Gürtelschließen gehören zu
Frauengürteln, wie sie im 16. Jahrhundert getragen wurden. – Fundvorgangsnr. 1975-93.
TK 7613 – Verbleib: Zentrales Fundarchiv ALM
I. Fingerlin (G. Weber-Jenisch)"
Der Link zum Buch:
https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/fbbw/article/viewFile/44552/38018
Und die dazugehörige Abbildung im Anhang.
Gruß Signalturm
Schönen guten Morgen :winke:
einfach nur toll. Jetzt erschließt sich mir das Fundstück ganz anders. Auch bestätigt sich meine Vermutung, dass es sich um ein ,Massenprodukt' gehandelt haben muss.
Besser kann eine Bestimmung gar nicht ablaufen :-)
Vielen lieben Dank und liebe Grüße
Daniel
Vollumfänglich bestimmt :ildf:
Gruß Mike
Zitat von: Signalturm in 31. Januar 2019, 20:52:00
Exakt der gleiche Beschlag ist in den Fundberichten aus BW im Band 35 auf der Seite 909 zu sehen.
Andere Länder - andere Sitten :dumdidum:
Mit der ehemals für mich zuständigen Archäologin gab es eine
ganz klare Absprache, nämlich dass ich Fundgegenstände,
die offensichtlich nach 1500 anzusprechen waren, weder melden noch abgeben sollte.
Man hatte an neuzeitlichen Streufunden kein Interesse. :zwinker:
Gruß :winke:
...... und nun ist er gereinigt und hat ein interessantes Detail offenbart:
Unter der Lasche zeigt sich ein Geflecht aus Messing- oder Bronzedraht.
Was mag am Beschlag befestigt gewesen sein?
Oder: An was war der Beschlag befestigt?
Gruß :winke:
Genau so ein Geflecht hatte ich zu Beginn der Saison auch an solch einem Beschlag gefunden.
Hallo Leute,
sehr interessantes Detail. Kann das vielleicht netzartig gewesen sein?
liebe Grüße Daniel