Servus,
ich habe hier wieder ein Stück gefunden, welches mich an die Grenzen meines Wissens bringt. Es ist vier Millimeter dick und erinnert mich an einen Kratzer. Das Stück bist allerdings an den Rändern eine Katastrophe, so dass man nicht sagen kann ob damit mal gekratzt wurde oder ob da überhaupt eine Retusche war.
Was mich allerdings mehr irritiert, ist dass viele der Bruchstellen Matt sind. Also als ob das Gestein eigentlich weich wäre und kein glatter Bruch entstehen kann.
Etwas wie Wallnerlinien ist erkennbar (hoffe man sieht es auf den Bildern).
Gefunden habe ich es auf einem Acker im Landkreis Schrobenhausen. In der Nähe lag ein Abschlag, dessen Material mit Oberhausen in Zusammenhang steht (und da mit dem Mesolithikum). Luftlinie fünfzig Meter ist ein weiterer Acker auf dem ich zwei Funde gemacht hatte, welches das Amt auf neolithisch geschätzt hatte.
Was meint ihr dazu? Wenn ihr es nicht einschätzen könnt, würdet ihr es dem Amt vorlegen? Oder ist es sicher nichts und macht dem Amt nur Arbeit?
Gruß Shard
Hallo Shard,
der Feuerstein war wohl dem Feuer ausgesetzt. Das Feuer hat wohl dazu geführt das einige Stücke abgeplatzt sind. Auch die Farbe verändert sich zu Grau bis Weiss so wie man es bei dir gut sieht. Auch die homogene Textur des Feuersteins wird dabei zerstört. Hier auch gut zu sehen. Viele Artefakte sind danach nicht mehr als solche zu erkennen. Wie hier auch schön zu sehen ist
LG Fischkopp
Servus Fischkopp,
vielen Dank für deine Einschätzung!
Müsste der Stein bei einem Feuerschaden nicht auch kraqueliert sein? Oder tritt das nicht immer auf?
Gruß Shard
Servus Shard,
die Merkmale sind mal mehr und mal weniger ausgeprägt. Auf den Bildern sieht man wie die innere Struktur vom Stein zerrüttet ist. Es gibt allerdings auch stärkere Ausprägungen wie du ja schon vermutet hast.
LG Fischkopp
Vielen Dank für die Erläuterung.
Gruß Shard