Servus,
der vermutlich letzte Fund für diese Saison.
Gefunden auf dem Acker auf dem ich auch Steinfund 17 (den schönen weiß grau gebänderten) gefunden habe.
Das Stück hat Dorsal links mindestens drei Schlagbahnen anderer Abschläge. Man erkennt Lateral einen Schlagkegel und eine Mini Schlagnarbe.
Fällt das Stück in die Kategorie Klinge oder ist das nur ein Korrekturabschlag?
Fundort: Landkreis Neuburg Schrobenhausen
Vielen Dank im voraus für eure Antworten!
Gruß Shard
Hallo,
da ist ziemlich viel Kortex zu sehen, deswegen vermute ich eher ein Abfallprodukt aus der Kernpräparation welche zur Vorbereitung von Hornsteinknollen herrührt um daraus später Klingen oder Abschläge sauber und zielgerichtet herzustellen zu können.
Grüße
Peter
Abschlag wäre hier ok, da die Kantenparallelität zu wünschen übrig lässt. Korrektur ist meistens richtig, da das Teil nicht weiterverwendet wurde, oder zur weiteren Verwendung eingelagert. Es entsteht sehr viel Abfall beim Klingenabbau, alles irgendwie Korrektur um zum Ziel zu kommen. LG
Hallo Peter,
danke für deine Einschätzung.
Tut mir leid, die Bilder habe ich nicht besser hinbekommen, aber da ist kein Cortex. Das Material ist sehr rauh. Ich bin mir auch nicht sicher was das ist. Könnte das Quarzit sein?
Ich hab noch ein besseres Bild von der "Cortex" Seite gemacht.
Gruß Shard
Servus Nanoflitter,
danke für deine Einschätzung. Also Kantenparallelität ist ein weiteres Merkmal, welches für eine Klinge erfüllt sein muss?
Gruß Shard
Ja, eine "ännähernde Kantenparallelität", eine Klinge, die wirklich parallel ist, gibt es aus technischen Gründen nicht. Der größere Teil davon sollte halt möglichst parallel sein und doppelt so lang wie breit. Die Bezeichnung Klingenfragment ist auch fragwürdig, vor allem bei kurzen Stücken. Diese können auch aus einem Abschlag stammen. Jedoch benutze ich die auch, man weiß ja, was gemeint ist. Erbsenzählerei.. :zwinker: LG
Hallo, Nanoflitter,
ich stimme dir bei diesen Sätzen hier 100-prozentig zu:
Zitat von: Nanoflitter in Heute um 13:02:34Der größere Teil davon sollte halt möglichst parallel sein und doppelt so lang wie breit. Die Bezeichnung Klingenfragment ist auch fragwürdig, vor allem bei kurzen Stücken. Diese können auch aus einem Abschlag stammen. Jedoch benutze ich die auch, man weiß ja, was gemeint ist. Erbsenzählerei..
... allerdings nicht, weil ich's (noch) nicht verstehe, bei diesem Satz hier:
Zitat... eine Klinge, die wirklich parallel ist, gibt es aus technischen Gründen nicht.
Magst du so nett sein und kurz einmal erläutern, wie du das meinst?
Viele Grüße
Frank
Es sind halt handgeschlagene Objekte, eine wirklich geometrische Parallelität sind zwei Geraden mit gleichem Abstand. Durch den Einzug zur Schlagfläche und den distalen Auslauf kann eine Klinge technisch nie komplett parallel gefertigt werden. LG