Servus zusammen,
ich stehe wieder Mal vor einem Rätsel und würde gerne Eure Meinung dazu hören.
Gefunden habe ich einen braunen Zylinder mit Bohrung, der auf der einen Seite abgebrochen ist. Er hat umlaufend zwei Rillen, die handgemacht wirken und mal stärker und Mal weniger stark ausgeprägt sind. Auf der Stirnseite ist ein Bruch direkt an der Bohrung.
Die Stirnseite weißt außerdem, dort wo kein Bruch ist, konzentrische Ringe auf. In der Bohrung ist die Farbe grau (es sieht ein wenig wie das grau von korrodiertem Blei aus).
Beim Material dachte ich zuerst an Kunststoff, der Test mit der geißen Nadel ergab aber dass dem nicht so ist. Also vermutlich Keramik.
Fundort: Landkreis Neuburg Schrobenhausen
Gewicht: ca. 2 Gramm
Durchmesser: 11mm
Innendurchmesser: 3mm
Jetzt bin ich hin- und hergerissen. Historische Perle oder vielleicht doch nur ein Stück alter Technik?
Deutet die graue Bohrung auf korrodiertes Metall im Innern hin oder eine reduzierende Atmosphäre beim Brand. Oder vielleicht auf Reste des Bohrers beim Bohren?
Deutet die Bruchstelle um die Bohrung darauf hin, dass dort das Stück noch weiterging? Oder ist das einfach Abnutzung durch die Kette?
Sind die konzentrischen Ringe ein Hinweis auf industrielle Fertigung? Oder sind sie beim bohren entstanden?
Sind die Rillen außen eine Verzierung? Oder haben sie einen anderen Hintergrund?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen.
Gruß Shard