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Lesefunde => Steinartefakte => Thema gestartet von: osman.herberger in 13. März 2009, 17:11:33

Titel: Seltsame Steinspitze...
Beitrag von: osman.herberger in 13. März 2009, 17:11:33
Heute habe ich auf einem neolithischen Siedlungsplatz diese zwei Zentimeter lange Spitze aufgelesen. Zunächst dachte ich, dass es sich um einen Knochen handelt, aber das Material ist eindeutig Stein.
Man kann auch Bearbeitungsspuren erkennen: Auf Bild 1 und Bild 2 sieht man mittig leichte Einkerbungen, auf Bild 3 und Bild 6 sieht man, dass sich am dickeren Ende Rillen befinden.
Ich kann mit dem Ding überhaupt nix anfangen...
Und Ihr ?
Titel: Re: Seltsame Steinspitze...
Beitrag von: arriba in 13. März 2009, 17:21:51
Hi Stefan  :-)

Das ist ein Schreibgriffel aus Schiefer.  :-)

LG Rikke
Titel: Re: Seltsame Steinspitze...
Beitrag von: osman.herberger in 13. März 2009, 17:29:41
Hi Rikke !

Hmmmm...ich fürchte, Du könntest Recht haben...

Und ich dachte, das Teil wäre ein klein bisschen älter...seufz

Aber Danke für Deine Hilfe !!!
Titel: Re: Seltsame Steinspitze...
Beitrag von: rolfpeter in 13. März 2009, 17:30:06
Zitat von: osman.herberger in 13. März 2009, 17:11:33

Ich kann mit dem Ding überhaupt nix anfangen...
Und Ihr ?

Klaro, Bubi, bist halt noch ein bisserl jung!
Ich habe mit 'nem Griffel in der Volksschule noch das Schönschreiben gelernt, und vom Herrn Pastor, der Reli (das hieß damals noch Katechismus auf'm Dorf) vermittelte, jede 2. Stunde eine Backpfeife kassiert...und und und...
Ach, was war das früher eine  schöne Zeit  :narr:

HG
RP
Titel: Re: Seltsame Steinspitze...
Beitrag von: Silex in 13. März 2009, 21:44:15
Etwas dicker als die zahlreichen hier auffindbaren, aber zweifellos ein Griffel.
Man findet immer nur die Spitzen. Die Sparsamkeit war allerorten verankert. Dies auch zur Ackermechanik. Man kann diese Dinger relativ leicht brechen aber im Acker bleiben sie wegen der Kleinheit und Kürze oft Jahrzehnte erhalten.
Tafelreste sind auch nicht selten auf dem Acker gelandet...die hebt man meistens auf weil Lyditverdacht.
Wir Alten wissen noch wie die Tafel stank- vor allem der Schwamm der daran befestigt war, an einem Riemchen, in Plastikähnlichem- als wir die Hände nicht bewegen durften , platt auf der schrägen Tischbank.
Es quietschte fürchterlich beim Schreiben.
Und wer bei der Rohrstockbestrafung auf die Hand/Fingeroberseite zuckte bekam noch eine Ration. Wenn Du es einmal zuhause erzähltest ....gabs noch eine
Lauter Irre...Amok liefen damals nur die Erzieher....Manche!
Auch Archäologie