Moin!
Vorgestern gelang mir mit viel Glück auf einem mesolithischen Fundplatz in meinem Heimatort, den ich vor dreißig Jahren entdecken konnte, der Fund eines rechtsschiefen Trapezmirkolithen.
Von diesem Typ liegen bereits zwei weitere identisch ausgearbeitete Mirkolithen vor, von denen einer vollkommen verbrannt ist. Birgit Gehlen ordnete die beiden schon voeliegenden Mikrotlithen und das Gesamtinventar in das Spätmesolithikum ein. Die frei Trapeze sind aus gleichförmigen Klingen mit parallel verlaufenden Dorsalgraten hergestellt worden.
Das Material ist ein äußerst homogener nordischer Geschiebefeuerstein. Die Jäger- und Sammlergruppe, die hier ihr Lager aufgeschlagen hatte, kam dem Materialaufkommen zufolge sehr wahrscheinlioch aus dem nord-östlich gelegenen Westfalen und richtete ihre Wanderung auf den Rheinlauf aus, der nur enige Kilometer weiter westlich entfertn liegt.
Währnend es im Bergischen Land viele mesolithische Fundplätze gibt, die zumeist von Dr. Arora ausführlicher aufgenommen und beschrieben worden sind, ist dieser Fundplatz der bislang einzige bekannte Platz im Grußraum Düsseldorf, Duisburg/Ruhrgebiet auf dem sich mesolithische Artefakte konzentriert gefunden haben.
Einzelne Fundbelege von Mikrolithen stammen zudem aus Duisburg-Serm, Duisburg-Ehingen und Düsseldorf-Lohausen.
Vom Fundareal des Platzes hier im Ort liegen, neben weiteren retuschierten Mikrolithen und Artefakten, insbesondere Material der Feuersteinbearbeitung in Form von Kernen, kurzen Klingen, Lamellen, Abschlägen und sonstige Debitage vor.
Da es auch ein Anteil verbrannter Stücke mit vorhanden ist, kann auch von der Existenz eines Lagerfeuers ausgegangen werden.
Es handelt sich um einen der Lagerplätze, die im Verlauf der Wanderungen solcher mittelsteinzeitlicher Sammler- und Jägergruppen im Verlauf der Jahreszeiten eingerichtet worden waren und nicht um einen Lagerplatz an einer Feuersteinlagerstätte, an denen sich dann Unmengen von Artefakten der Steinbearbeitung und sehr viele Mikrolithen finden.
Länge 17 mm
lG Thomas :winke:
Moin,
das Material ist für unsere Gegend ungewöhnlich transparent.
Wie es ein paar Kilometer weiter südlich (von Ratingen/Lohausen) kaum zu finden ist.
mfg
Guten Morgen und Du hast vollkommen recht. Das sieht im Eindruck schon fast wie Bergkristall aus, ist aber tatsächlich ein immer noch ungewöhnlicher Feuerstein. Ich meine von dem Platz liegt schon eine ähnliche Klinge vor.
lG Thomas :winke:
Moin Thomas,
meinen Glückwunsch zu diesem Fundstück. Das transparente Material ist bemerkenswert!
LG
Jan
Das Flintmaterial ist ganz aussergewöhnlich und bemerkenswert schön !
Viele Grüße
Michael