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#1
Steinartefakte / Aw: Glänzende Arbeit: Ein endn...
Letzter Beitrag von Steinkopf - Heute um 09:28:04
Moin Frank,

Du hast das Prachtstück und kannst feststellen, ob der Glanz gleichmäßig,
sowohl auf den bearbeiteten Breitseiten als auch auf den beiden Bruchflächen ist.
Beim Gebrauchglanz (Griff, Scheide etc.) müßten die beiden Bruchflächen doch
nicht oder nur wenig glänzen.
Wenn die Bruchflächen den gleichen Glanz aufweisen, wird dies wahrscheinlich
andere Ursachen haben.
Denkbar ist ja auch, daß dieses fragile Werkstück schon bei der Herstellung
zerbrach.

LG
Jan
#2
Plomben und Bleifunde / Aw: Kleine Plombe mit Blumen u...
Letzter Beitrag von Fabulas - Heute um 08:29:22
Zitat von: Signalturm in 02. Januar 2026, 21:43:01Textauszug aus einem alten Flyer zu einer Plombenausstellung des Steinburgmuseum in Romhild:

Im 13. Jh. beginnt die lange Tradition der Tuchsiegel, die Qualität und Maßhaltigkeit der gefertigten Ware durch die Städte und ihre Tuchmacherinnungen garantieren.
Die Stadt Osnabrück erlässt 1345 eine Anordnung zur Qualitätskontrolle der Stoffe auf Größe, Färbung und Webdichte, womit die Kennzeichnung der Tücher mit Meisterzeichen und Plombe verpfl ichtend wird. Auf diese Kriterien zielt das Statut für die Innung der Wolltuchmacher ab, das Graf Georg Ernst von Henneberg im Jahr
1577 für die Stadt Themar konfirmierte.
Für die Tuchsiegelung war über Jahrhunderte die Zweischeibenklappplombe mit Steg und einem bzw. zwei Stiften, die bei der Siegelung durch den Stoff und die gegenüberliegende Scheibe gesteckt und dann verpresst wurden, in Gebrauch. An manchen Tüchern brachten die Innungen der Tuchscherer und -färber für ihren Arbeitsgang zusätzliche Plomben an.

Und hier noch ein Link zu einem kleinen lesenswerten PDF zu Tuchplomben und ihren verschiedenen Verwendungen:
https://www.lwl.org/landesmuseum-download/kdm/archiv/2007/kdm_06_2007.pdf

Dankeschön. Super!
#3
Steinartefakte / Aw: Glänzende Arbeit: Ein endn...
Letzter Beitrag von Neos - 02. Januar 2026, 22:00:57
Moin, Holger,

Zitat von: Danske in 02. Januar 2026, 14:24:04Erstaunlich, dass solch filigranen Teile die lange Zeit mit intensiver Bodenbearbeitung überstehen konnten.

das wundert mich auch immer wieder.

ZitatBist du dir mit der Farbe des Feuersteins sicher? Könnte es sich nicht auch um eine Einfärbung durch EisenIII-Oxid handeln? Dann wäre das Stück wohl alt gebrochen.

Die unterschiedlichen Farben gehen jeweils komplett durch den Stein durch und sind nicht nur oberflächlich vorhanden. Insbesondere an der rechten Lateralen kann man das ganz gut sehen (zumindest "in natura" :zwinker:).

Deine Anmerkung hinsichtlich Eisen III-Oxid ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, wenn man sich das hier zu Gemüte führt:

  • Dünne Eisenoxidfilme können einen scheinbaren Politurglanz erzeugen.
  • Dieser Glanz ist:
          - flächenhaft
          - nicht funktional gebunden
          - unter dem Mikroskop eher ,,tot" (ohne Mikrobewegungsstruktur)
  • Kann Gebrauchspolitur imitieren


ZitatWünsche dir auch ein frohes, gesundes und fundreiches Jahr 2026.

Dank dir, das wünsche ich dir ebenso! Und da sich deine Fundfläche ja kürzlich verdoppelt hat...  :zwinker:

Liebe Grüße zurück

Frank
#4
Steinartefakte / Aw: Glänzende Arbeit: Ein endn...
Letzter Beitrag von Neos - 02. Januar 2026, 21:53:35
Hallo, Anita,

Zitat von: Fabulas in 02. Januar 2026, 11:14:41Was für ein Auftakt!
Gratuliere sehr. Ein ganz wunderbares Stück.

dank dir! :super:  Ich freue mich sehr, dass ich es finden durfte!

Viele Grüße

Frank
#5
Steinartefakte / Aw: Glänzende Arbeit: Ein endn...
Letzter Beitrag von Neos - 02. Januar 2026, 21:47:17
Moin, Jan,

Zitat von: Steinkopf in 02. Januar 2026, 09:12:35Für den Glanz kann es verschiedene Gründe geben. Ein Dolchgriff wird wahrscheinlich umwickelt gewesen sein. Auch eine Scheide gehört dazu. (siehe Wiepenkaten)

dank dir für die Erwähnung dieses phantastischen Dolches. Auf niedersachsen.de gibt es eine ganz gute Beschreibung dieses Ausnahmefundes.

ZitatMal sehen, was noch im Forum an Ansichten kommt.

Ja, da bin ich auch gespannt!

Liebe Grüße zurück

Frank
#6
Plomben und Bleifunde / Aw: Kleine Plombe mit Blumen u...
Letzter Beitrag von Signalturm - 02. Januar 2026, 21:43:01
Textauszug aus einem alten Flyer zu einer Plombenausstellung des Steinburgmuseum in Romhild:

Im 13. Jh. beginnt die lange Tradition der Tuchsiegel, die Qualität und Maßhaltigkeit der gefertigten Ware durch die Städte und ihre Tuchmacherinnungen garantieren.
Die Stadt Osnabrück erlässt 1345 eine Anordnung zur Qualitätskontrolle der Stoffe auf Größe, Färbung und Webdichte, womit die Kennzeichnung der Tücher mit Meisterzeichen und Plombe verpfl ichtend wird. Auf diese Kriterien zielt das Statut für die Innung der Wolltuchmacher ab, das Graf Georg Ernst von Henneberg im Jahr
1577 für die Stadt Themar konfirmierte.
Für die Tuchsiegelung war über Jahrhunderte die Zweischeibenklappplombe mit Steg und einem bzw. zwei Stiften, die bei der Siegelung durch den Stoff und die gegenüberliegende Scheibe gesteckt und dann verpresst wurden, in Gebrauch. An manchen Tüchern brachten die Innungen der Tuchscherer und -färber für ihren Arbeitsgang zusätzliche Plomben an.

Und hier noch ein Link zu einem kleinen lesenswerten PDF zu Tuchplomben und ihren verschiedenen Verwendungen:
https://www.lwl.org/landesmuseum-download/kdm/archiv/2007/kdm_06_2007.pdf
#7
Steinartefakte / Aw: Glänzende Arbeit: Ein endn...
Letzter Beitrag von Neos - 02. Januar 2026, 21:37:12
Moin, Michael,

Zitat von: Wiedehopf in 02. Januar 2026, 05:41:56das ist wieder ein toller Fund von dir, meinen Glückwunsch.

dank dir!  :super:

ZitatEine Frage dazu: Du meinst doch sicher eine Politur durch den Wind und von ihm mitgeführte Staub- und Sandpartikel ? Oder ist das menschengemacht ?

Das ist eine gute und berechtigte Frage, die ich mir natürlich auch stelle. Nicht ohne Grund habe ich (wertfrei) lediglich von "Politur" geschrieben. Da sie gleichmäßig flächig vorhanden ist, käme eigentlich eine Wind- oder Sandpolitur in Betracht. Aufgrund der Tatsache, dass dies jedoch dorsal wie ventral der Fall ist, würde ich sie tendenziell der Nutzung des Geräts zuschreiben ("Gebrauchspolitur"). Letzten Endes könnte hier vermutlich nur eine Gebrauchsspurenanalyse Gewissheit bringen.

Viele Grüße

Frank
#8
TV-Tips und Mediennews / Aw: Funde im Hamburger Bereich
Letzter Beitrag von Xerxes - 02. Januar 2026, 19:08:03
Vielen Dank für den tollen Link!!!
#9
TV-Tips und Mediennews / Aw: Film über eine spannende S...
Letzter Beitrag von Xerxes - 02. Januar 2026, 19:01:03
Ein schöner Beitrag!!!  Viel Glück im neuen Jahr!!!
#10
Plomben und Bleifunde / Aw: Kleine Plombe mit Blumen u...
Letzter Beitrag von Fabulas - 02. Januar 2026, 18:29:00
Zitat von: Fabulas in 02. Januar 2026, 18:28:03WOW! Das ist eine Ansage. Vielen, vielen Dank!!!!  :Danke2:
 :ildf:
Viele Grüße
Anita

PS: Ach so, kann man ungefähr das Jahrhundert feststellen?