Autor Thema: Mineralien aus der Eifel vom Feld!  (Gelesen 6842 mal)

Offline Spuernase

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Mineralien aus der Eifel vom Feld!
« am: 17. April 2002, 12:39:18 »
Wenn ihr mal in der Eifel auf den Feldern sondelt (im Bereich um den Laachersee bei Mendig oder Kruft zB.), dann achtet auf folgende kleinen blauen "Glassteinchen" :-D  :
Situs vi late in, is et ab an et!

Offline Spuernase

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« Antwort #1 am: 17. April 2002, 12:46:06 »
Es handelt sich dabei um "Hauyn", ein vulkanisches Produkt, das mit dem Bims in den heftigen Ausbrüchen des Laacher Sees zu Tage befördert wurde. (Die oben sind ca. 3-5 mm groß.)
Sie können lose oder auch eingewachsen im Tuff (Bims) auf den Feldern gefunden werden (nach Regen besonders gut!)
Oder man geht am Wochende direkt in die dortigen Gruben (Erlaubnis fragen!) und schaut mal, aber immer von den Abbauwänden weg bleiben!!! :icon_eek: Die sind manchmal senkrechte 10er Meter hoch und absolut nur Lockermaterial!

Wenn ihr mal nen 1 Caräter findet (1 Ct = 0,2 Gr.) könnt ihr euch freuen. Schöne Steine dieser Größe können schon mal nen (ehemals) Limburger bringen! Es wurden auch schon größere gefunden, wo der Preis exponentiell ansteigt!

Also Augen auf beim Sondeln auf Beifunde!

Grüßlis Nasi
Situs vi late in, is et ab an et!

Digger

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« Antwort #2 am: 17. April 2002, 23:42:11 »

Es handelt sich hierbei um ein Silikat,
der Mineralklasse VIII.
Es ist in der gesamten Vulkaneifel zu finden,besonders bei :Daun,Ettringen,
Dachsbusch,Wehrer Kassel,Hannebach,
Maria Laach,und besonders große Stücke
bis zu 2 cm bei Wingertsberg bei Nieder-
mendig.

mfg Digger:besserwiss:

Ganzwild

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« Antwort #3 am: 26. April 2002, 12:27:13 »
Bin ja ab und zu mal in der Eifel Sondeln hab aber noch keine gefunden :heul: . Liegt aber daran das ich bis jetzt noch nicht genauer danach gesucht habe. Werde beim nächsten mal aber mal die Augen etwas weiter auf machen :icon_eek:

Offline McSchuerf

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« Antwort #4 am: 25. Juni 2002, 00:51:05 »
Die Japaner sind übrigens ganz wild auf die facettierten Hauyne. Dabei reichen auch z.B. 0,05 bis 0,5 ct aus..
Die riefen doch glatt mal aus Japan den grössten Händler von Idar Oberstein an und wollten nur wegen der Hauyne vorbeikommen. Ohne die Hauyne (übrigens nach dem berühmtesten französ. Mineralogen Rene Just Hauy benannt), wäre der Grosshändler schon so gut wie pleite - nach seiner eigenen Aussage! *grins*..

Ich habe noch einige Hauyne in meiner Sammlung. Der Blauton schwankt tatsächlich von mehr hellblau bis intensiv dunkelblau.
Einen Hauyn habe ich gerade vor kurzem vertauscht. Perfekte, oktaedrische Kristallform - nicht gerundet oder verglast, wie die meisten Exemplare nach der schnellen Abkühlung, und als Einzel-X auf Bimsstein. Dieser war aber nicht vom Wingertsberg bei Mendig, sondern vom Krufter Ofen. Da er mir aber zu klein war, hab ich ihn vertauscht.

Ein Steckbrief über den Hauyn gibt es auch in einer der Lapis-Ausgaben. Wer noch mehr über die Hauyne erfahren will, darf mich anmailen...

Gruss Peter :cool1: