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Steinartefakte / Zufällig o. Retusche ?
« Letzter Beitrag von Wiesenläufer am 21. Juni 2022, 06:02:31 »
Moin,

von einem spätmesolithischen Fundplatz ein 3cm großer Abschlag mit einer (auffälligen) Rundung.

Sind die (Abplatzungen ?) nur Zufällig entstanden oder könnte es sich um eine Retusche handeln um dem Abschlag eine Form und Funktion zu geben ?

Unter der Lupe kann ich es nicht genau erkennen und auf den Bildern kann ich es auch nicht besser darstellen.  :friede:

Vielleicht könnt ihr es trotzdem besser erkennen.

Lieben Gruß

Gabi
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Moin Frank,

schau vielleicht mal hier, da ist ganz unten auch ein Literaturhinweis zu fossilen Seeigelfunden in archäologischem Zusammenhang:

https://forum.archaeologie.online/t/fossile-seeigel-als-archaeologische-funde/3772

Ansonsten zeigt z.B. das Staatliche Museum für Archäologie in Chemnitz eine Seeigel-Deponierung aus der Zeit des Neandertalers (nach 'Seeigel-Deponierung' googeln).

Auch in der archäologischen Literatur über die Sahara findet man öfter Abbildungen von fossilen Seeigeln die in der Steinzeit zu Schmuck verarbeitet wurden (z.B. C.E. Klenkler: Sahara - Prähistorische Artefakte Band 2 - darin 'Perlen und Anhänger aus Fossilien').     

Viele Grüße
Michael

 
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Hi Frank,,
In der Gemeinde Farsø (Dänemark) wurde vor vielen Jahren ein Männergrab gefunden,
in welchen sich Auch Seeigel und andere Beigaben befanden, die ungewöhnlich waren.

Die Beigaben mit Erklärung waren auch im Museum ausgestellt. Ich plane in näcjster Zeit
wieder dor hinzufahren. Dann kann ich genaueres berichten.

LG

Jan
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Moin, Thomas,

Es gibt ja auch immer wieder Funde von fossilen Seeigeln in Flinterhatunge, Bemeiten usw. u.a. als Grabbeigaben.

Solche Dingen hatten sicher schon in urgeschichtlicher Zeit ihren Reiz und ihre "Sammler"

was mich angeht: Ich habe bisher 13 Seeigel- und ein Schwamm-Fossil sowie einen Belemniten inmitten meso- und neolithischer Siedlungen gefunden. Und, ja, natürlich findet man so etwas auch auf zahlreichen Äckern Schleswig-Holsteins - ohne steinzeitlichen Bezug (bevor der Hinweis kommt...  :zwinker:).

Daher interessiert mich das, was du hier geschrieben hast, brennend! Seit Jahren bin ich auf der Suche nach Veröffentlichungen, in denen die Rede von Fossilien im Zusammenhang mit stein- und bronzezeitlichen Fundplätzen ist. Gefunden habe ich bis dato jedoch noch nichts Verwertbares. Hast du hier vielleicht einen Tipp?

Viele Grüße

Frank
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...
Die handlich großen würden sich sicher auch gut als Wurfgeschosse eignen (auch nur rein spekulativ). ...

Nur am Rande erwähnt:
Bei Wurf- oder Schleudergeschossen ist ein einheitliches Gewicht von Vorteil. Es erhöht die Trefferquote.

mfg
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Steinartefakte / Re: Recycling
« Letzter Beitrag von Wiedehopf am 18. Juni 2022, 21:05:53 »
Hallo Gabi, hallo Thomas,

danke für die Erläuterungen. Ich war ursprünglich davon ausgegangen, dass im Sinne 'Recycling' ein neues Werkzeug oder Gerät entsteht. Aber dass man die vorhandenen beschädigten Stücke zunächst in weiterverwendbare Grundformen zerlegt hat, kann ich gut nachvollziehen, zumal ich auch schon sowas gefunden habe.  Aus heutiger Sicht vielleicht schade, dass damals viele beschädigte Stücke weiter zerlegt wurden. Aber jede Kultur setzt ihre Ressourcen eben so ein, wie es ad hoc sinnvoll erscheint.
Die umgearbeiten oder recycelten Stücke finde ich im Übrigen viel interessanter als die 'normalen' Stücke die man in den einschlägigen Veröffentlichungen sieht, denn die haben noch eine 'zusätzliche' Geschichte.

Liebe Grüße
Michael
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Steinartefakte / Re: Recycling
« Letzter Beitrag von Wiesenläufer am 18. Juni 2022, 19:49:29 »
Hallo Gabi,

mir ist noch nicht ganz klar, wo hier der Recycling-Aspekt ist. Das könnte doch auch einfach auf einem 'Arbeitsunfall' beruhen, bei dem ein länglicher Teil der Beilklinge weg gebrochen ist. Oder übersehe ich irgendwelche danach angebrachten Retuschen die für eine weitere Nutzung (im Sinne Recycling) sprechen ? 

Viele Grüße
Michael

Moin Michael,

Einwand stattgegeben.  :-D
Wenn, dann wäre es ein sehr schöner  passender "Arbeitsunfall".  :dumdidum:

Retuschen müssen aber nicht zwangsläufig bei Klingen/Klingenabschlägen vorhanden sein.
Der Schlagflächenrest weist zwar kein Schlagauge auf aber von diesem Platz habe ich auch sehr viele Abschläge mit Schliff
und Reste von einigen Beilen die für andere Werkzeuge herhalten mussten..
Wäre bei einem Arbeitsunfall die Bruchkante bzw. der schwach vorhandene Biegebruch nicht genau entgegen gesetzt.

Lieben Gruß

Gabi

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Steinartefakte / Re: Recycling
« Letzter Beitrag von thovalo am 18. Juni 2022, 16:33:39 »


Moin!

Ein schäner Fundbeleg

Das ist ein gezielt ausgeführter kräftiger Abschlag entlang dr Schmalseite einer Beilklinge. Dafür wurde die Bruchkante einer gebrochenen Beilklinge als Ausgangspunkt des Abschlags gewählt. Wäre ein guter Funkenlöser geworden.

Auf einem Fundarel am rechten Niederrhein habe ich über viele Jahre hinweg tausende Abschläge von Beilklingen mit Schliff auflesen könnnen und sicher gab es mindestens genauso viele ohne Schliff die sich so nicht identifizieren lassen. Dort wurden offenbar alle gebrochenen Stücke und Bruchstücke von Feuersteinbeilklingen gesammelt um sie dann an betimmten Plätzen im Gelände (vermutlich nahe der Standorte der Häuser) weiter zu Grundformen zu zerlegen.


Von so einem "Recycling" stammt auch der Oben eingestellte Fundbeleg!


liebe Grüße
Thomas
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Steinartefakte / Re: Recycling
« Letzter Beitrag von Wiedehopf am 18. Juni 2022, 15:25:21 »
Hallo Gabi,

mir ist noch nicht ganz klar, wo hier der Recycling-Aspekt ist. Das könnte doch auch einfach auf einem 'Arbeitsunfall' beruhen, bei dem ein länglicher Teil der Beilklinge weg gebrochen ist. Oder übersehe ich irgendwelche danach angebrachten Retuschen die für eine weitere Nutzung (im Sinne Recycling) sprechen ? 

Viele Grüße
Michael
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Neuzeitliche Münzen ab 1601 / Re: Einseitige Münze - wenig erkennbar
« Letzter Beitrag von Fabulas am 18. Juni 2022, 10:25:05 »
Hallo Anita,

schaumal die hier https://www.ma-shops.de/raffler/item.php?id=19902

Könnte doch sein  :kopfkratz:.

Liebe Grüße
Andreas

Hi Mucke, das ist sie!!! Vielen Dank. Ist ja ganz schön alt. Da wird sich meine Schwester freuen!

Viele Grüße!
Anita
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