Hallo Leute,
schon lange hatte ich vor, einen Flintangelhaken herzustellen. Nun bei dem Schietwetter habe ich es geschafft.
Der Haken ist 35 mm lang und an der dünnsten Stelle 2,5 mm dick. Den Abschlag habe ich am Anfang mit
Geweihdruckstöcken bearbeitet, zum Schluß wurde mit Kupfer gedrückt.
Der Flintabfall von der Knabberarbeit ist auf dem letzten Foto zu sehen.
Alles zusammen hat 35 Minuten mit Kaffee und Smoks gedauert. :smoke:
:winke: Manfred
hier der schon beknabberte Abschlag, hätte fast die Fotos vergessen. :schaem:
Genie! :staun:
Moin Manfred,
handwerkliche Spitzenleistung par excellence :super: :super: :super:
War Dir so ein Haken kurz vor Fertigstellung schon mal zerbrochen? :heul:
Wie war das nun mit der Zugprüfung, hast du schon... :dumdidum:
Anerkennende Grüße
Jürgen
Moin,
War Dir so ein Haken kurz vor Fertigstellung schon mal zerbrochen? ------ nein, dass waren und sind meine ersten Haken.
Bin aber schon länger beim Flintknabbern und habe daher das nötige Feingefühl. :dumdidum:
Wie war das nun mit der Zugprüfung, hast du schon... ------- noch nicht, kommt aber noch.
Warum soll der Haken im Fischkörper zerbrechen ? Der sitzt doch nur in Weichteilen !
:winke: Manfred
Hallo Manfred,
super Arbeit, einfach genial!!! :irre: Und das in so kurzer Zeit.
Gibt es eigentlich original Funde von Angelhaken aus Flint? Oder sind das reine Phantasie-Produkte.
Gruß Ralf
Hallo Manfred,
wann gehen wir fischen? schöne Arbeit super! :winke:
Gruß
Augustin
Moin Ralf,
es sind Phantasie-Produkte, ich habe kein Orginal nachgearbeitet.
Aus DK und dem östlichem Europa gibt es orginale Fundstücke von diesen Haken.
Wenn du schon etliche Geweih und Kupfer Druckstäbe beim Abdrücken verschlissen
hast, bist du auch flink bei der Arbeit. Das Machen ist es, die Erfahrung und
das Handhaben vom Flint kann nur durch eigene "Arbeit" und Ausdauer geschehen.
Da nützen die besten Fachbücher nichts, sie geben zwar Hinweise, aber das war es
dann auch schon.
Ich würd ja gern mal eine "Bauanleitung" von so einem steinzeitlichen Flintklopper finden. :dumdidum: :dumdidum:
:winke: Manfred
Moin,
ich wollte doch mal ausprobieren ob ich nicht doch einen Flintangelhaken mit einem Wiederhaken herstellen kann.
Das scheint eigentlich nur bei großen Haken möglich zu sein. Bei dem vorgestellten Teil ist ein Ansatz von einem
Wiederhaken zu sehen. Es ist unmöglich diesen weiter zu einem Wiederhaken auszuarbeiten.
Irgendwann werde ich einen sehr großen Angelhaken basteln. :zwinker:
:winke: Manfred
moin und :winke:
habe noch einige Flintangelhaken hergestellt. Sie wurden mit einem in Hirschgeweih gesteckten Kupferstäbchen gedrückt.
Neu bei diesen vorgestellten Haken ist, dass sie noch mit Sandstein geschliffen wurden.
Das Häckchen ist 25mm lang.
:winke: Manfred
hier noch einer von 60mm Länge, auch der Sandstein zum Schleifen ist dabei.
:winke: Manfred
Moin Manfred,
dazu fällt mir erst die Kinnlade runter und dann kommt erstmal :boh: :boh: :boh:
Chapeau!
Das sind absolut fantastische Arbeiten - wann wirst Du den ersten Fisch damit angeln?
Danke für diese beeindruckenden Bilder.
Groot ut Essen
Jürgen
moin Jürgen
Barsche gabs schon mit dem Mini Haken, warum sollte es auch nicht klappen. :smoke:
Ich kenne Beispiele wo mit den Flinthaken Dorsche beim Hochseeangeln gefangen wurden und
die modern ausgestatteten Petrijünger kaum etwas am Haken hatten. :-D
Leider kommen sehr wenige Flintangelhaken aus den archäologischen Grabungen vor.
Zeitlich müssten sie in die Kupfersteinzeit oder BZ passen.
:winke: Manfred
Zitat von: Marienbad in 18. Januar 2013, 17:16:43
moin Jürgen
Barsche gabs schon mit dem Mini Haken, warum sollte es auch nicht klappen. :smoke:
...
Jo, denn man weiter "Petri heil" :super:
Jürgen
Der absolute Hammer! :super:
Vielen Dank fürs zeigen, ich würde so nen haken gerne auch mal ausprobieren :-) kann man dir einen abluchsen? :dumdidum: könnte hier im weiher auch gut nen Test mit dicken fetten karpfen machen :-)
Grüße vom Bilbo :winke:
Zitat von: DonBilbo in 18. Januar 2013, 18:27:31
Der absolute Hammer! :super:
Vielen Dank fürs zeigen, ich würde so nen haken gerne auch mal ausprobieren :-) kann man dir einen abluchsen? :dumdidum: könnte hier im weiher auch gut nen Test mit dicken fetten karpfen machen :-)
Grüße vom Bilbo :winke:
hast ne Mail :winke:
Hallo Manfred,
echt super Arbeit, besonders auch die Idee des Schleifens. :super:
Sehr interessant finde ich hier auch den gezeigten Sandstein nach dem Schliff.
Derartige Funde in original, werden ja als Pfeilschaftglätter oder Perlenschleifsteine beschrieben.Zu dieser Interpretation war ich immer skeptisch eingestellt. Auf solchen Sandsteinplatten können alle möglichen Artefakte geschliffen worden sein, welche dann eine derartige Rille formten, wie dein Experiment auch zeigt.
Vielen Dank ! :Danke2:
Gruß
Ralf :winke:
Zitat von: Siebenpapagei in 19. Januar 2013, 09:33:27
Hallo Manfred,
echt super Arbeit, besonders auch die Idee des Schleifens. :super:
Sehr interessant finde ich hier auch den gezeigten Sandstein nach dem Schliff.
Derartige Funde in original, werden ja als Pfeilschaftglätter oder Perlenschleifsteine beschrieben.Zu dieser Interpretation war ich immer skeptisch eingestellt. Auf solchen Sandsteinplatten können alle möglichen Artefakte geschliffen worden sein, welche dann eine derartige Rille formten, wie dein Experiment auch zeigt.
Vielen Dank ! :Danke2:
Gruß
Ralf :winke:
Der Eindruck hat mich auch "geflasht" :zwinker: .... wie schnell und klar ausgeprägt so eine Rille auf diese Art und Weise entstehen kann!
Gratuliere, mit so einem Hacken möchte ich mal fischen.
Gruß Rambo
Zitat von: Siebenpapagei in 19. Januar 2013, 09:33:27
Hallo Manfred,
echt super Arbeit, besonders auch die Idee des Schleifens. :super:
Sehr interessant finde ich hier auch den gezeigten Sandstein nach dem Schliff.
Derartige Funde in original, werden ja als Pfeilschaftglätter oder Perlenschleifsteine beschrieben.Zu dieser Interpretation war ich immer skeptisch eingestellt. Auf solchen Sandsteinplatten können alle möglichen Artefakte geschliffen worden sein, welche dann eine derartige Rille formten, wie dein Experiment auch zeigt.
Vielen Dank ! :Danke2:
Gruß
Ralf :winke:
Moin Ralf,
auch wegen diesen "Rillen" in den Sandsteinplatten betreibe ich mein geliebtes Hobby. :zwinker:
Diese hier gezeigte Rille ist durch Flintstein schleifen entstanden, wird aber auch von mir zum Knochenpfriem und Nadeln schleifen
gebraucht. Es deutet also ein Mehrfachgebrauch von unterschiedlichen Materialien an, mit diesen Rillen.
Ob es wirklich so in der Vorzeit war bleibt für mich offen. :dumdidum:
:winke: Manfred
Zitat von: thovalo in 19. Januar 2013, 23:41:00
Der Eindruck hat mich auch "geflasht" :zwinker: .... wie schnell und klar ausgeprägt so eine Rille auf diese Art und Weise entstehen kann!
moin Thomas,
ein frisch retuschierter Feuerstein wirkt Anfangs immer wie eine Säge. (kommt auf das Gesteinsmaterial an)
Er nudelt aber mit fortschreitender Schleiftätigkeit ab, dann ist er geschliffen. :zwinker:
:winke: Manfred
:-)
Wie schon weiter oben von Dir gesagt, ist die einstmals getroffenen "Festlegung" auf das Schleifen von Knochennadeln
offensichtlich nicht das allein wirksame Erklärungsmodell!
glG thomas :winke:
richtig Thomas :super:
:winke:
Hallo Manfred,
du bist wirklich ein Meister deines Fachs geworden. Ganz toll!
Ich hänge mal 2 Fotos von einem Artefakt an, das in Schleswig als Vorarbeit für einen Flintangelhaken eingestuft wurde. Würdest du das auch so sehen?
HG
Anke
moin neolithi,
ist denn das Stück an den Seiten retuschiert ?
Diese L förmigen Abschläge habe ich beim Flintschlagen schon öfters unter den Fingern gehabt. :dumdidum:
Es war aber immer der Zufall, gezielt in dieser Form zuschlagen wird wohl kaum gelingen. :nono:
Wenn die Grate die richtige stärke aufweisen sollte es gut möglich sein einen Angelhaken daraus zu fertigen.
Die L Form wäre dazu aber nicht nötig.
Ich habe auf dem Foto die Linie angezeigt wie ich dabeigehen würde. (soll nichts heißen)
Der Rohling sollte an dem Schenkel und an dem Bogen stärkere Maße aufweisen, so dass die dünneren Seiten, li. und re.
dann "abgeknabbert" werden können.
Wenn Dein Teil also einige eindeutige Retuschen zeigt dann kann es eine Vorarbeit sein.
:winke: Manfred
Hallo Manfred,
die Außenseiten kann man nicht wirklich retuschiert nennen, eher etwas abgesplittert, nur die Innenseite des L's ist ja schön regelmäßig retuschiert. Das sieht man, glaube ich, auch auf den Fotos ganz gut.
Würde man sich denn von innen her vorarbeiten?
Herzliche Grüße
Anke
Mein lieber Manfred, eigentlich gehörst Du ins Fernsehen. :Danke2:
Einfach Klasse. Und in welcher kurzen Zeit ! Mich würde interessieren, woraus die Stonies die Angelsehnen fertigten. Ich vermute mal aus Schafswolle. Ich mein, dass irgendwo, ich glaub in Dänemark, mal ein solches Wollkneul mit Haken gefunden wurde.
LG Mario
Zitat von: Peperoni in 02. Februar 2013, 20:03:20
Mein lieber Manfred, eigentlich gehörst Du ins Fernsehen. :Danke2:
Einfach Klasse. Und in welcher kurzen Zeit ! Mich würde interessieren, woraus die Stonies die Angelsehnen fertigten. Ich vermute mal aus Schafswolle. Ich mein, dass irgendwo, ich glaub in Dänemark, mal ein solches Wollkneul mit Haken gefunden wurde.
LG Mario
die Schnüre waren aus Lindenbast und Brennesselfasern, mein lieber Mario.
:winke:
Zitat von: neolithi in 02. Februar 2013, 16:49:04
Hallo Manfred,
die Außenseiten kann man nicht wirklich retuschiert nennen, eher etwas abgesplittert, nur die Innenseite des L's ist ja schön regelmäßig retuschiert. Das sieht man, glaube ich, auch auf den Fotos ganz gut.
Würde man sich denn von innen her vorarbeiten?
Herzliche Grüße
Anke
nein, immer von außen Richtung Mitte.
Das Foto zeigt die ehemalige Größe (eingerahmt) von dem Flintabschlag, von den Seiten wird zur Mitte retuschiert.
:winke:
moin ihr Petrijünger,
nun war ich mal los mit dem Flintangelhaken und wollte einen schönen Aal fangen,
es wurde aber ein Barsch. Der war auch nicht schlecht und hat lecker geschmeckt.
Hier findet ihr mehr Infos vom Fang.
http://steinharteknochenarbeit.magix.net/website#Barschangel (http://steinharteknochenarbeit.magix.net/website#Barschangel)
:winke: Manfred