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Sondenfunde => Eisenfunde => Thema gestartet von: Signalturm in 30. November 2014, 16:54:40

Titel: Eisen-Ufo
Beitrag von: Signalturm in 30. November 2014, 16:54:40
Hier mal ein Lese-Fund eines Vereinskollegen. Acker bringt seit Jahren immer mal wieder römische TS-Keramikbruchstücke zu tage. Dank intensiver Landwirtschaft werden diese immer kleiner. Hat jemand eine Vorstellungum was es sich bei diesem Fund handeln könnte???
Gruß Signalturm
Titel: Re:Eisen-Ufo
Beitrag von: Ölfinger in 30. November 2014, 18:30:21
Das ist eine kleine Axt, und zwar eine sehr alte! :staun:
Aus welcher Region stammt sie?

Edit: Könnte eventuell eine Franziska sein. Mal sehen, was die anderen sagen.
Titel: Re:Eisen-Ufo
Beitrag von: Signalturm in 30. November 2014, 19:15:19
Hallo Ölfinger. Wenn das eine kleine Axt wäre fände ich das toll. Ich denke das kann ich aber ausschliesen. Was mann auf meinen Fotos leider nicht gut sieht ist der Maßstab. Hab leider zuviel weggeschnitten. Größe ist 10 cm. Ginge ja noch für kleine Axt oder Ritualteil oder so. Aber der Radius für die Schäftung ist doch sehr dünn. Ich kann gerade meinen Ringfinger einlegen. Aber was noch eher gegen eine Axt spricht, bezw. sie ausschliest ist die Richtung der Schäftung. Habe mal (recht primitiv) versucht einen Stiel einzuzeichnen. Die Richtung geht knapp über die untere Spitze der Schneide. Anbei nochmal 2 Bilder. Fundregion ist übrigens südlicher Oberrhein.
Titel: Re:Eisen-Ufo
Beitrag von: Harigast in 30. November 2014, 21:03:09
Die Größe allein wäre kein Grund, wie du schon schriebst.
Titel: Re:Eisen-Ufo
Beitrag von: Robert in 03. Dezember 2014, 19:26:22
Servus,

es könnte schon sowas wie eine leichte Franziska oder eine Kampfaxt
sein welche aufgrund einer starken Belastung vor dem Axthaus verbogen
wurde und das A. dadurch gebrochen ist, Vermutung !!!!

Gewicht bitte noch angeben.

Grüße

Robert :winke:
Titel: Re:Eisen-Ufo
Beitrag von: Signalturm in 03. Dezember 2014, 22:09:52
Denke das Rätsel ist gelöst. Leider keine Axt oder so etwas. War heute bei einem alten Mitarbeiter unseres Museums. Der Mann ist seit über 60 Jahren Landwirt und hat mir gesagt das dieses teil mit ziemlicher Sicherheit von einer Frühform einer Sähmaschine stammt. Danach wurde es auch mir klar. Auf Bild 14 sieht man sehr gut den breiten "Messerrücken" Auf Bild9,etwas unscharf, oder auch Bild 8 oder 3 sieht man wie sich das Messer zur Spitze( Dreieck) hin verjüngt. Dort ist die Schneide. Es ist keine maschinelle Produktion sondern grobe Schmiedearbeit. Aber ich denke es geht in diese Richtung. Dadurch das die Schäftungsachse vor die Spitze zielt ist das Messer immer nachlaufend und bleibt in Richtung. Ein spielen und auslenken ist erwünscht. Bei den späteren Maschinen konnte das Messer auch auf der Achse nach oben hin ausweichen und war mit wechselbaren Gewichten beschwert. So konnte man einstellen wie tief die Schneide in den Boden eindrang. Ich habe mal versucht eine Grafik zu basteln die das ganze besser erklären soll als meine Worte. Gruß Signalturm